Radschnellwege statt Stadtautobahnen!

In den Niederlanden gibt es bereits über 300 Kilometer Radschnellwege vom Umland in die größeren Städte, in Deutschland sind es etwa zehn Kilometer. Bekannt sind der erste Abschnitt des Radschnellwegs Ruhr (RS1) zwischen Mülheim und Essen und der e-Radschnellweg durch Göttingen. Radschnellwege haben ein großes Potenzial, um Staus, Lärm und Schadstoffemissionen zu reduzieren und Berufspendler zum Umsteigen zu bewegen. Sie sind breit, asphaltiert und weitgehend ohne Kfz-Verkehr – der Radverkehr kann hier zügig fließen.

Durchschnittlich kostet ein Kilometer Radschnellweg zwischen einer halben und zwei Millionen Euro. Der Bund hat 2017 erstmals 25 Millionen Euro für Radschnellwegeprojekte bereitgestellt. Das ist ein wichtiger Schritt, aber für den zügigen Ausbau in Metropolregionen sind 250 Millionen Euro pro Jahr notwendig. Neben dem Bau von Radschnellwegen durch den Bund und einheitlichen Standards für Radschnellwege fordern wir auch, dass im Bundesfernstraßengesetz Radschnellwegen in urbanen Räumen Vorrang vor Autobahnen und Bundesfernstraßen eingeräumt wird.

Wie lauten weitere Forderungen? Hier zum Nachlesen.